Verstärker-Clipping-Pegel
Berechnet Verstärker-Clipping-Spannung, -Leistung und dBV-Pegel aus Versorgungsspannung und Lastimpedanz.
Formel
V_peak ≈ 0.9 × V_cc, P_clip = V_peak² / (2 × Z_L)
Wie es funktioniert
Bearbeitetes Beispiel
Verstärker: ±18 V Doppelversorgung (36 V Rail-to-Rail). Last: 8 Ω. Max. Ausgangsspannung (bei Verwendung von 0,9 × V_Supply): V_Peak = 0,9 × 18 = 16,2 V Spitze Effektivspannung beim Abschalten: v_RMS = 16,2/√2 = 11,46 V RMS Schneidleistung: P_Clip = (16,2) ²/(2 × 8) = 262,4/16 = 16,4 W Clipping-Pegel in dBV: dBV = 20·log( 11,46) = 21,2 dBV Bei 100 %iger Headroom-Reserve (keine Reduzierung): maximale Ausgangsleistung = 16,4 W bei 8 Ω. Wenn die Headroom-Reserve auf 70% reduziert wird, verringert sich die maximale Ausgangsleistung um 20·log( 0,7) ≈ −3,1 dB an Spannung und die Leistung auf 16,4 × 0,7² ≈ 8 W — was zusätzlichen Spielraum vor dem Clippen bietet.
Praktische Tipps
- ✓Erhöhen Sie den normalen Hörpegel um 10 dB an Headroom, um zu vermeiden, dass es bei Transienten zu einer Unterbrechung kommt. Wenn Ihr typischer Hörpegel am Lautsprecher 90 dB beträgt, sollte der Verstärker 100-dB-Spitzen verarbeiten, ohne dass es zu Ausfällen kommt. Dabei wird etwa die 10-fache Spitzenleistung als die Durchschnittsleistung benötigt.
- ✓Weiches Schneiden (sanfte Sättigung vor hartem Schneiden) ist weniger hörbar als hartes Schneiden. Bei einigen Verstärkerdesigns sind vor der Ausgangsstufe Soft-Clip-Schaltungen oder Limiter eingebaut, um eine gravierende Überlastung zu vermeiden.
- ✓Überwachen Sie die Clip-Anzeigen an Verstärkern und Mischpulten während der Installation und Einrichtung. Konsistentes Clipping bei moderaten Signalpegeln deutet darauf hin, dass entweder die Verstärkungsstufe zu hoch ist (Eingangstrimmung herunterdrehen) oder dass der Verstärker für die Lautsprecher-/Raum-Kombination zu klein ist.
Häufige Fehler
- ✗Verwechseln Sie Clipping-Leistung mit kontinuierlicher Nennleistung — ein Verstärker mit einer Nennleistung von „100 W RMS“ wird mit einer Sinuswelle an der Clipping-Schwelle getestet. Bei realer Verwendung mit Programmmaterial schaltet der Verstärker bei Spitzenwerten, wenn der Programmpegel im Durchschnitt nur 10—20 W beträgt, vorübergehend ab (aufgrund des hohen Crest-Faktors der Musik).
- ✗Unter der Annahme, dass beide Kanäle niemals gleichzeitig abgeschaltet werden, teilen sich Stereoverstärker eine Stromversorgung. Bei lauten Basstransienten ziehen beide Kanäle gleichzeitig Spitzenstrom ab, was zu einem Spannungsabfall führt und die effektive Clipping-Spannung unter den Leerlaufwert senkt.
- ✗Ohne Berücksichtigung der Einbrüche der Lautsprecherimpedanz — die Lautsprecherimpedanz variiert mit der Frequenz. Ein Lautsprecher mit einer Nennleistung von 8 Ω kann bei bestimmten Frequenzen auf 3—4 Ω absinken, wodurch sich der benötigte Strom verdoppelt und die effektive Abschaltleistung sinkt.
Häufig gestellte Fragen
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