Hochfrequenz-Rolloff durch Kabelkapazität
Berechnet den Hochfrequenz-Rolloff (-3 dB) durch die Wechselwirkung der Kabelkapazität mit der Quellimpedanz.
Formel
f_c = 1 / (2π × Z_s × C_total)
Wie es funktioniert
Bearbeitetes Beispiel
Quellenimpedanz für Gitarren-Tonabnehmer: 250 kΩ. Kabel: 100 pF/m, 5 m lang. Gesamtkapazität: C_insgesamt = 100 × 5 = 500 pF = 500 × 10¹ ² F Grenzfrequenz: f_c = 1/(2π × 250.000 × 500 × 10¹ ²) = 1/(2π × 1,25 × 10²) = 1/(7,85 × 10¾) = 1273 Hz Rolloff bei 20 kHz: ΔdB = −20·log( √ (1 + (f/f_c) ²))) bei 20 kHz = −20·log( √ (1 + (20000/1273) ²)) ≈ −23,9 dB Bei 1273 Hz ist das Signal bereits um 3 dB niedriger, und 20 kHz sind stark ausgefallen. Wenn Sie auf ein Kabel mit niedriger Kapazität (60 pF/m) mit 5 m Länge umschalten, erhalten Sie C = 300 pF und f_c = 2122 Hz — immer noch ein deutlicher Rolloff für eine passive Gitarre.
Praktische Tipps
- ✓Verwenden Sie ein Gitarren-Pufferpedal (Unity-Gain-JFET oder Operationsverstärker-Puffer mit 1 MΩ-Eingang, <1 kΩ Ausgangsimpedanz) am Instrumentenende des Kabels. Dadurch wird die effektive Quellenimpedanz auf nahezu Null reduziert, sodass die Kabelkapazität irrelevant wird.
- ✓Die Kapazitätsangaben in den Kabeldatenblättern sind als pF/m (oder pF/ft) angegeben. Achten Sie bei Gitarrenanwendungen auf Werte unter 75 pF/m — dadurch verdoppelt sich die Grenzfrequenz im Vergleich zu einem Kabel mit 150 pF/m bei derselben Quellenimpedanz.
- ✓Die „Präsenzspitze“ bei der Resonanzfrequenz der Tonabnehmerinduktivität und der Kabelkapazität ist ein bewusstes klangliches Merkmal vieler E-Gitarren. Manche Spieler nutzen bewusst die Kapazität des Kabels, um ihren Klang zu beeinflussen — eine Änderung der Kabellänge oder Kapazität verändert die Resonanzfrequenz.
Häufige Fehler
- ✗Angenommen, das Problem besteht nur bei langen Kabeln — selbst ein 3 m langes Kabel mit 100 pF/m = 300 pF in Kombination mit einer 500-kΩ-Tonabnehmerquelle hat f_c ≈ 1060 Hz. Kurze Kabel führen bei passiven Quellen mit hoher Impedanz immer noch zu einem erheblichen Abrollverhalten.
- ✗Ignoriere den Tontopf der Gitarre — der Tonregelkondensator (normalerweise 22—47 nF) rollt bereits absichtlich von den Höhen ab. Die Kabelkapazität trägt dazu bei. Bei niedrigen Toneinstellungen wird der Effekt der Kabelkapazität maskiert; bei maximalem Ton (hell) ist er vollständig hörbar.
- ✗Denken Sie, dass symmetrische Kabel kapazitätsfrei sind — symmetrische Kabel haben auch eine Kapazität (typischerweise 30—100 pF/m), aber da sie mit einer niedrigen Quellenimpedanz (150—600 Ω) arbeiten, liegt das resultierende f_c im MHz-Bereich und ist völlig unhörbar.
Häufig gestellte Fragen
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