Equalizer-Q-Faktor und Bandbreite
Berechnet den Q-Faktor des Equalizers aus Mittenfrequenz und Bandbreite oder konvertiert zwischen Q, Oktaven und Frequenzgrenzen.
Formel
Q = f₀ / BW
Wie es funktioniert
Bearbeitetes Beispiel
Parametrischer EQ: Mittenfrequenz f= 1000 Hz, Bandbreite BW = 200 Hz. Q-Faktor: Q = 1000/200 = 5,0 Bandbreite in Oktaven: Unter Verwendung der exakten Formel mit Q = 5: bw_Oct ≈ log₂ (1 + 1/ (2×25) + √ (1/5 + 1/2500)) = log₂ (1 + 0,02 + √ (0,2004)) = log₂ (1 + 0,02 + 0,4477) = log₂ (1,4677) ≈ 0,554 Oktaven Ungefähre Angabe: BW_Oct ≈ 1/Q = 1/5 = 0,2 Okt (nur bei höherem Q genau) Frequenzgrenzen bei −3 dB: f_lower = 1000/2^ (0,554/2) = 1000/1,468 = 681 Hz f_upper = 1000 × 1,468 = 1468 Hz Ein Q von 5 erzeugt einen relativ engen Cut/Boost, der auf 1 kHz zentriert ist und sich auf den Bereich 681—1468 Hz auswirkt.
Praktische Tipps
- ✓Verwenden Sie für die chirurgische Notchfilterung (Entfernung von Brummen, Summen oder bestimmten Resonanzen) Q = 10—30, um die Problemfrequenz präzise anzusprechen, ohne die Umgebungsfrequenzen zu beeinträchtigen. Ein 60-Hz-Brummton bei Q = 20 wirkt sich nur auf ±3 Hz aus, sodass die Bassgitarre nicht beeinträchtigt wird.
- ✓Die meisten digitalen parametrischen EQs (DAW-Plugins) bieten eine verknüpfte Q-Regelung, bei der die Bandbreite je nach Boost-/Cut-Betrag skaliert — sanfte Boosts sind breit, tiefe Cuts sind schmal. Das ist wahrnehmbar natürlich und reduziert die Phasenverzerrung bei kleinen Boost-Werten.
- ✓Der „musikalische“ Q-Bereich für breite Tonanpassungen (Bass, Präsenz, Luft) beträgt Q = 0,5—1,0 (Bandbreite 1—2 Oktaven). Dadurch wird der natürliche, breite Charakter akustischer Instrumente und Räume nachgeahmt und keine Farbgebung eingeführt.
Häufige Fehler
- ✗Q mit Bandbreite in Hz verwechseln — Q ist dimensionslos und konstant für eine gegebene Filterform, unabhängig von der Mittenfrequenz. Derselbe Q = 2-Filter, der bei 100 Hz zentriert ist, hat eine Bandbreite von 50 Hz; zentriert bei 4000 Hz hat er eine Bandbreite von 2000 Hz.
- ✗Unter der Annahme konstanter dB-Grenzwerte wird die Bandbreite von −3 dB bei der Spitzenverstärkung gemessen, nicht bei 0 dB. Eine 12-dB-Verstärkung mit Q = 2 hat eine andere Wahrnehmungsbandbreite als eine 3-dB-Verstärkung mit Q = 2, obwohl die -3-dB-Punkte identisch sind.
- ✗Anwendung sehr schmaler Q-Kerben zur Behebung von Raumproblemen — eine scharfe Kerbe (Q > 20) bei einer Frequenz im Raummodus korrigiert nur die Messposition auf der Achse. Eine geringfügige Bewegung verändert den Effekt des Modus. Eine breitere Raumbehandlung (Akustikpaneele) ist bei Problemen mit dem Raummodus effektiver als ein schmaler EQ.
Häufig gestellte Fragen
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