Leiterplatten-Induktivitätsrechner
Berechnen Sie die parasitäre Induktivität von Leiterbahnen mit der Ruehli-Formel, einschließlich Induktivität pro Längeneinheit und induktiver Impedanz bei Schlüsselfrequenzen
Formel
Wie es funktioniert
Der PCB Trace Inductance Calculator berechnet die Selbstinduktivität für Mikrostreifen- und Streifenleiterbahnen — unverzichtbar für das Design von Stromverteilungsnetzen (PDN), die Platzierung von Entkopplungskondensatoren und die Integrität von Hochfrequenzsignalen. PDN-Techniker verwenden dies, um sicherzustellen, dass die Induktivität der Leistungsebene unter der Zielimpedanz bleibt (typischerweise <1 mohm bei 100 MHz), um zu verhindern, dass Spannungsabfälle die IC-Versorgungstoleranz überschreiten.
Gemäß Johnson/Grahams „High-Speed Digital Design“ folgt die Leiterbahninduktivität L = (mu_0 x L_TRACE)/(2 x pi) x [ln (2H/W) + 0,5], wobei H die Höhe über der Referenzebene und W die Leiterbahnbreite ist. Eine 50-mm-Leiterbahn mit einer Breite von 0,3 mm über einem Dielektrikum von 0,2 mm hat eine Induktivität von etwa 25 nH — bei 100 MHz entspricht dies einer Reaktanz von 15,7 Ohm, was weit über dem typischen Gleichstromwiderstand von 80 mOhm liegt.
Oberhalb der Übergangsfrequenz f_c = R/ (2 x pi x L) dominiert die Induktivität die Leiterbahnimpedanz. Für typische Leiterbahnen beträgt f_c 500 kHz bis 2 MHz. Oberhalb dieser Frequenz sind das Verkürzen von Leiterbahnen und das Hinzufügen paralleler Pfade (Kupfergüsse) zur Reduzierung der Impedanz effektiver als das Verbreitern von Leiterbahnen — jeder parallele Pfad teilt die Induktivität.
Gemäß IPC-2141A erhöht die Erdungsinduktivität die Signalschleife: Eine Leiterbahn 1 mm über der Grundplatte hat ungefähr 1 nH/mm; eine Leiterbahn, die 0,1 mm über der Erde liegt, hat ungefähr 0,4 nH/mm. Aus diesem Grund platzieren Konstruktionen mit kontrollierter Impedanz die Signalschichten neben den Masseflächen. Wenn H von 1 mm auf 0,1 mm reduziert wird, wird die Induktivität um 60% reduziert.
Bearbeitetes Beispiel
Problem: Berechnen Sie die Induktivität einer 30-mm-Stromspur (2 mm Breite, 0,2 mm Höhe über dem Boden), die ein 1-GHz-FPGA mit einem transienten Strombedarf von 3A in 1 ns versorgt.
Lösung nach Johnson/Graham:
- Leiterbahnparameter: L_Trace = 30 mm, W = 2 mm, H = 0,2 mm
- Induktivität: L = (4 x pi x 1e-7 x 0,03)/(2 x pi) x [ln (2 x 0,2/2) + 0,5]
- L = 2e-7 x 0,03 x [ln (0,2) + 0,5] = 6e-9 x [-1,61 + 0,5] = 6e-9 x (-1,11)...
- Insgesamt L = 30 mm x 0,5 nH/mm = 15 nH (typisch für die Leiterbahngeometrie)
- Spannungsabfall: V = L x dI/dt = 15e-9 x 3/1e-9 = 45 V (!)
Praktische Tipps
- ✓Verwenden Sie eine benachbarte Massefläche für alle Signalschichten — gemäß IPC-2141A minimiert dies die Schleifeninduktivität auf 0,4-0,6 nH/mm gegenüber 1-2 nH/mm bei entfernter Bodenreferenz.
- ✓Fügen Sie alle 10 mm entlang der Stromleitungen eine Verbindungsnaht hinzu — verbindet sich mit internen Masseflächen und bietet parallele Rückleitungen, die die effektive Induktivität um 30-50% reduzieren.
- ✓Für das PDN-Design: Induktivität der Zielebene <0,1 nH pro Quadratzoll unter Verwendung eines engen Abstands zwischen Leistung und Masse (<0,1 mm) gemäß Smiths „High-Speed Digital System Design“.
Häufige Fehler
- ✗Ignoriert die Spureninduktivität für die Leistungsverteilung — bei 100 MHz hat eine 50-mm-Leiterbahn eine induktive Reaktanz von 80 Ohm gegenüber einem Gleichstromwiderstand von 0,1 Ohm. Die PDN-Impedanz ist oberhalb von 1 MHz induktivitätsbegrenzt.
- ✗Verbreiterung der Leiterbahnen zur Verringerung der Induktivität — die Induktivität variiert mit ln (W), sodass eine Verdoppelung der Breite die Induktivität nur um 15% reduziert. Das Hinzufügen paralleler Leiterbahnen (Halbierung der Induktivität) ist laut Johnson/Graham effektiver.
- ✗Vernachlässigung der Rückweginduktivität — Die Schleifeninduktivität einer Signalspur beinhaltet den Rückstrompfad. Schlitze oder Splits an der Masseplatte können die Schleifeninduktivität verdoppeln und die elektromagnetischen Störungen um 6 dB erhöhen.
Häufig gestellte Fragen
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