Magnetische Flussdichte Umrechner
Wandelt magnetische Flussdichte zwischen Tesla, Millitesla, Mikrotesla, Gauss und Nanotesla um.
Formel
Wie es funktioniert
Dieser Rechner rechnet für Magnetingenieure, Sensordesigner und Physiker, die mit Magnetfeldern arbeiten, zwischen Tesla, Gauss, Millitesla, Mikrotesla und Nanotesla um. Laut SI-Broschüre (BIPM) ist Tesla die SI-Einheit der magnetischen Flussdichte: 1 T = 1 Wb/m^2 = 1 V·s/m^2 = 1 kg/ (A·s^2). Die CGS-Einheit Gauss entspricht exakt 1 T = 10.000 G. Magnetfelder erstrecken sich über 15 Größenordnungen: Nanotesla für geomagnetische Untersuchungen (Erdfeld = 25-65 uT, je nach Standort pro NOAA-WMM), Millitesla für Hall-Sensoren (Betriebsbereich 1—100 mT) und Tesla für MRT-Geräte (1,5-7 T klinisch, bis zu 45 T Forschung pro IEEE/NSF). Die magnetische Permeabilität des freien Raums mu_0 = 4*pi × 10^-7 H/m genau (2019 SI).
Bearbeitetes Beispiel
Problem: Ein Hall-Effekt-Stromsensor misst den Motorphasenstrom mit einem Luftspalt von 5 mm. Berechnen Sie das erforderliche Feld für eine 100-A-Messung mit einem Sensor mit einer Empfindlichkeit von 2,5 mV/MT.
Lösung:
- Feld vom Draht: B = mu_0 × I/(2*pi*r) = 4*pi*10^-7 × 100/(2*pi*0,0025) = 8 mT 2,5 mm vom Mittelpunkt entfernt
- In Gauss umrechnen: 8 mT = 80 G = 8000 uT
- Hallsensorausgang: V = 2,5 mV/mT × 8 mT = 20 mV
- Erforderliche ADC-Auflösung für eine Genauigkeit von 0,1 A: 20 mV/1000 Schritte = 20 uV/Schritt (14-Bit-ADC bei 3,3 V = 200 uV/Schritt — marginal)
- Verbessern durch: Ferritkonzentrator (10-fache Verstärkung = 80 mT) oder Sensor mit geringerem Abstand oder höherer Empfindlichkeit (5 mV/mT)
- Überlegungen zur EMV: Streufelder von Motormagneten (10-50 mT) können den Sensor sättigen — zusätzliche magnetische Abschirmung
Praktische Tipps
- ✓Erdfeld laut NOAA-Weltmagnetmodell: 25-65 uT (0,25-0,65 G) je nach Standort. Horizontale Komponente ~20 uT (Himmelsreferenz), vertikal 40-60 uT. Smartphones messen dies mit 3-Achsen-Magnetometern (Auflösung ~0,1 uT)
- ✓Hallsensorbereiche gemäß Allegro/Melexis-Datenblättern: lineare Sensoren 10—200 mT (typisch), Verriegelungsschalter 5—50 mT betätigen/lösen. Die Sättigung erfolgt bei 200-500 mT. Verwenden Sie für > 500 mT magnetoresistive (AMR/GMR) Sensoren
- ✓Sichere Exposition gemäß den ICNIRP-Richtlinien: statische Felder < 2 T für die allgemeine Öffentlichkeit, < 8 T für berufliche Zwecke. MRT-Scanner verwenden 1,5-3 T klinisch (7 T in der Forschung). Permanentmagnete überschreiten selten 0,5 T an der Oberfläche (5000 G)
Häufige Fehler
- ✗Tesla (Flussdichte B) mit Weber (Gesamtfluss Phi) verwechseln - das sind verschiedene Größen, die durch Phi = B × A zusammenhängen. Ein 0,5 T-Feld über 0,01 m^2 = 5 MWb Gesamtfluss. Bei der Motorkonstruktion werden beide verwendet: B für Sättigungsgrenzen, Phi für die Spannungsberechnung
- ✗Wenn Sie die Umrechnung von 1 T = 10.000 G vergessen, erhalten Sie bei Verwendung des falschen Faktors den 10.000-fachen Fehler. Gauß ist in Spezifikationen für Dauermagnete üblich (NdFeB-Oberflächenfeld 3000-5000 G = 0,3-0,5 T), Tesla ist SI-Standard
- ✗Fehlinterpretation von Hall-Sensorempfindlichkeitseinheiten — einige spezifizieren mV/mt, andere mV/g (10x unterschiedlich). Ein 2,5-mV/mT-Sensor entspricht 0,25 mV/G. Überprüfen Sie immer die Einheiten, bevor Sie die erwartete Ausgangsspannung berechnen
Häufig gestellte Fragen
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