Spannungsteiler-Rechner
Berechnen Sie die Ausgangsspannung, den Strom, die Thévenin-Impedanz und die Verlustleistung des Spannungsteilers aus Vin, R1 und R2. Ideal für Bias-Netzwerke und Level-Shifting.
Formel
Wie es funktioniert
Der Spannungsteiler-Rechner bestimmt Ausgangsspannung, Strom und Verlustleistung für Widerstandsteiler-Netzwerke — unverzichtbar für die Signalkonditionierung, ADC-Referenzskalierung und Logik-Pegelverschiebung. Leistungselektroniker, Embedded-Entwickler und Schaltungsdesigner verwenden dieses Tool, um Widerstände so zu dimensionieren, dass die angestrebten Spannungsverhältnisse erreicht werden und gleichzeitig der Ruhestrom minimiert wird. Laut Horowitz & Hills „The Art of Electronics“ (3. Aufl.) ziehen Spannungsteiler mit einem Gesamtwiderstand von 10 kΩ 500 µA aus einer 5-V-Versorgung — eine Reduzierung der Standby-Leistung um 40% im Vergleich zu 6-kΩ-Teilern. Die Thevenin-äquivalente Ausgangsimpedanz (R1 || R2) bestimmt direkt die Lastregulierung: Eine Quellenimpedanz von 1 kΩ verursacht bei einer Last von 10 kΩ einen Spannungsabfall von 9,1%. Der Anwendungshinweis SLVA079 von Texas Instruments empfiehlt, die Teilerimpedanz unter 1/10 der Lastimpedanz zu halten, um einen Ausgangsfehler von < 1% aufrechtzuerhalten. Bei Präzisionsanwendungen reduzieren Widerstände mit einer Toleranz von 0,1% den Verhältnisfehler von ± 2% auf ± 0,14%. Dies ist besonders wichtig, wenn 12-Bit-ADCs gespeist werden, bei denen 1 LSB 0,024% des Skalenendwerts entspricht.
Bearbeitetes Beispiel
Ein Batterieüberwachungssystem erfordert eine Skalierung der 12,6-V-Lithium-Ionen-Batteriespannung auf einen 3,3-V-ADC-Eingang. Zielspezifikationen: Ruhestrom <10 µA, < 0,5% Fehler bei der Lastregulierung bei einer ADC-Eingangsimpedanz von 1 MΩ. Schritt 1: Verhältnis berechnen — Vout/Vin = 3,3/12,6 = 0,262, also R2/ (R1+R2) = 0,262. Schritt 2: Ruhestrom einstellen < 10 µA at 12.6 V, total resistance > — Für Iq 1,26 MΩ. Wählen Sie R1 + R2 = 1,5 MΩ. Schritt 3: Suchen Sie nach Widerständen — R2 = 0,262 × 1,5 MΩ = 393 kΩ (verwenden Sie den Standardwert 390 kΩ), R1 = 1,5 MΩ — 390 kΩ = 1,11 MΩ (verwenden Sie 1,1 MΩ). Schritt 4: Überprüfen — Vout = 12,6 × 390 k/ (1,1 M + 390 k) = 3,30 V. Thevenin-Impedanz = 1,1 M || 390 k = 288 kΩ. Lastregulierung mit 1 MΩ ADC: Fehler = 288 k/ (288 k+ 1 M) = 22,4% — inakzeptabel. Lösung: Fügen Sie einen Unity-Gain-Puffer (TI OPA333, 17 µA) hinzu, um den hochohmigen Teiler vom ADC zu trennen.
Praktische Tipps
- ✓Verwenden Sie gemäß der „Precision Labs“ -Serie von TI 0,1% Dünnschichtwiderstände (z. B. die TNPW-Serie von Vishay) für ADC-Referenzen — ein Temperaturkoeffizient von ±25 ppm/°C sorgt für eine Verhältnisabweichung von < 0,1% von -40 °C bis +85 °C
- ✓Fügen Sie einen 100-nF-Keramikkondensator über R2 hinzu, um einen Tiefpassfilter mit fc = 1/ (2π × R1||R2 × C) zu erzeugen, der Schaltrauschen über dem 10-fachen der ADC-Abtastrate unterdrückt
- ✓Verwenden Sie für Hochspannungsteiler (>50 V) mehrere Widerstände in Reihe, um die individuellen Nennspannungen nicht zu überschreiten — typische 0805-SMD-Widerstände sind für maximal 150 V ausgelegt
Häufige Fehler
- ✗Ignorieren der Lastimpedanz — ein 10-kΩ-Teiler mit R2 = 5 kΩ verliert 33% seiner Ausgangsspannung, wenn eine 10-kΩ-Last betrieben wird, nicht die erwarteten 0%
- ✗Verwendung von Widerständen mit einer Toleranz von 5% in Präzisionsanwendungen — im schlimmsten Fall liegt der Verhältnisfehler bei ± 10%, was zu einem Fehler von 328 mV an einem 3,3-V-Ausgang führt
- ✗Überschreitung der Widerstandsnennwerte — ein 1-kΩ-Teiler bei 12 V leitet insgesamt 144 mW ab; Widerstände mit 1/8 W (125 mW) überhitzen sich und driften
Häufig gestellte Fragen
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