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Hauttiefenrechner

Berechnen Sie die Hauttiefe (Eindringtiefe) elektromagnetischer Felder in Leitern als Funktion der Frequenz und der Materialeigenschaften.

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Formel

\delta = \sqrt{\frac{2}{\omega \mu \sigma}} = \sqrt{\frac{1}{\pi f \mu_0 \mu_r \sigma}}

Referenz: Griffiths, "Introduction to Electrodynamics" 4th ed., Chapter 9

δSkin depth (m)
ωAngular frequency (2πf) (rad/s)
μMagnetic permeability (μ₀·μᵣ) (H/m)
σElectrical conductivity (S/m)

Wie es funktioniert

Die Hauttiefe ist ein kritischer Parameter in der Hochfrequenztechnik (HF), der beschreibt, wie tief ein Wechselstrom in einen Leiter eindringt. Bei steigender Frequenz konzentriert sich der Strom aufgrund des Hauteffekts tendenziell in der Nähe der Oberfläche eines Leiters. Dieses Phänomen tritt auf, weil wechselnde Magnetfelder innerhalb des Leiters Wirbelströme erzeugen, die den Primärstrom in Richtung der äußeren Schichten des Leiters drücken. Die Hauttiefe (δ) hängt von mehreren wichtigen Materialeigenschaften ab: Frequenz (f), magnetische Permeabilität des freien Raums (μ0), relative magnetische Permeabilität des Materials (μr) und elektrische Leitfähigkeit (σ). Mathematisch gesehen stellt die Hauttiefe die Tiefe dar, bei der die Stromdichte auf 1/e (ungefähr 37%) ihres Oberflächenwerts abfällt. Bei guten Leitern wie Kupfer wird dieser Effekt bei höheren Frequenzen deutlich, was sich erheblich auf die Signalübertragung, den Leistungsverlust und das Leiterdesign in HF- und Mikrowellenanwendungen auswirkt.

Bearbeitetes Beispiel

Stellen Sie sich einen Kupferleiter vor, der mit 2,4 GHz (typische WiFi-Frequenz) arbeitet. Mit der vereinfachten Formel δ (Kupfer) = 66,1/sqrt (F_MHz) berechnen wir: Wandeln Sie zunächst 2,4 GHz in 2.400 MHz um. Dann ist δ= 66,1/sqrt (2.400) = 1,35 Mikrometer. Das bedeutet, dass bei 2,4 GHz der Strom in einem Kupferleiter effektiv nur 1,35 μm unter der Oberfläche fließt. Für eine Leiterbahn oder einen HF-Stecker bedeutet dies, dass Beschichtungsdicke, Oberflächenrauheit und Leitergeometrie zu kritischen Designparametern werden, um die Signalintegrität zu gewährleisten und Verluste zu minimieren.

Praktische Tipps

  • Wählen Sie Leitermaterialien mit hoher Leitfähigkeit und niedriger magnetischer Permeabilität für HF-Anwendungen
  • Verwenden Sie dünnere Kupferschichten oder spezielle HF-Substrate für Hochfrequenzschaltungen
  • Erwägen Sie Galvaniktechniken, um die Oberflächenleitfähigkeit zu optimieren

Häufige Fehler

  • Ignorieren von Hauttiefeneffekten beim Entwurf von Hochfrequenzschaltungen, was zu unerwarteter Signaldämpfung führt
  • Verwendung einer gleichmäßigen Leiterdicke ohne Berücksichtigung der frequenzabhängigen Stromverteilung
  • Annahme einer linearen Stromdurchdringung statt eines exponentiellen Abfalls mit der Tiefe

Häufig gestellte Fragen

Die Hauttiefe nimmt umgekehrt mit der Quadratwurzel der Frequenz ab. Wenn die Frequenz zunimmt, konzentriert sich der Strom näher an der Oberfläche des Leiters.
Nein, die Hauttiefe variiert je nach elektrischer Leitfähigkeit und magnetischer Permeabilität eines Materials. Kupfer und Silber verhalten sich besser vorhersehbar bei Hauteffekten.
Die Hauttiefe beeinflusst das Leiterdesign, die Leiterbahngeometrie und die Signalübertragungseigenschaften in elektronischen Hochfrequenzsystemen.
Ingenieure können Techniken wie die Versilberung, die Verwendung mehrlagiger Leiter oder die Auswahl spezieller Hochfrequenzmaterialien anwenden, um den Verlust von Hauteffekten zu minimieren.
Oberhalb von etwa 10 kHz wird die Hauttiefe signifikant, mit stärkeren Effekten bei HF- und Mikrowellenfrequenzen.

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