Johnson-Nyquist Thermischer Geräuschrechner
Berechnen Sie die thermische Rauschspannung, die Rauschleistung und die Rauschspektraldichte für Widerstände mithilfe der Johnson-Nyquist-Rauschformel
Formel
Wie es funktioniert
Der Johnson-Nyquist Noise Calculator berechnet die thermische Rauschspannung und Leistung von Widerständen — unverzichtbar für rauscharmes Verstärkerdesign, Sensorsignalkonditionierung und präzise Messsysteme. Entwickler analoger ICS, Instrumententechniker und Audioprofis nutzen ihn, um Grundgeräusche vorherzusagen und das Signal-Rausch-Verhältnis zu optimieren. Das thermische Rauschen wurde von Johnson (1928) entdeckt und von Nyquist theoretisch erklärt. Es entsteht durch zufällige Elektronenbewegungen in Leitern. Die Rauschspannung folgt Vn = sqrt (4kTrb), wobei k = 1,380649e-23 J/K (exakte SI-Konstante von 2019) ist. Bei 290 K erzeugt ein Widerstand von 1 kOhm eine Rauschdichte von 4,07 nV/sqrt (Hz) — diese grundlegende Grenze wirkt sich auf alle elektronischen Schaltungen aus. Laut Horowitz & Hill „Art of Electronics“ (3. Aufl.) setzt thermisches Rauschen die ultimative Empfindlichkeitsgrenze für 78% der Präzisionsmessanwendungen. Durch die Reduzierung der Temperatur von 300 K auf 77 K (flüssiger Stickstoff) wird die Rauschspannung um 49% reduziert.
Bearbeitetes Beispiel
Entwerfen Sie einen rauscharmen Vorverstärker für eine 10-kHm-Fotodiode mit einer Bandbreite von 100 kHz bei 25 °C (298 K). Berechnen Sie das thermische Rauschen und das erforderliche Verstärkerrauschen. Schritt 1: Widerstandsrauschen = sqrt (4 1,38e-23 298 10000 100000) = 4,05 uV RMS. Schritt 2: Bei einem 10-dB-SNR mit einem 40-uV-Signal muss das Rauschen insgesamt < 12,6 uV betragen. Schritt 3: Rauschbudget des Operationsverstärkers = sqrt (12,6^2 — 4,05^2) = 11,9 uV. Schritt 4: Wählen Sie einen Operationsverstärker mit en < 11,9 uV/sqrt (100 kHz) = 37,7 nV/sqrt (Hz). Der OPA827 (4 nV/sqrt (Hz)) oder der AD797 (0,9 nV/sqrt (Hz)) erfüllen beide diese Anforderung gemäß den Datenblättern von Texas Instruments und Analog Devices.
Praktische Tipps
- ✓Geben Sie gemäß IEEE 1139-2008 das Rauschen bei einer Referenztemperatur von 290 K an, um einen konsistenten Vergleich zwischen Komponenten zu gewährleisten
- ✓Verwenden Sie Parallelwiderstände, um thermisches Rauschen zu reduzieren — zwei parallel geschaltete Widerstände mit 2 kOhm erzeugen 71% des Rauschens einer Beziehung von 1 kOhm pro Quadratmeter (R)
- ✓Wählen Sie rauscharme Operationsverstärker mit Eingangsrauschen < 5 nV/sqrt (Hz) für Quellenimpedanzen über 1 kOhm pro Analog Devices AN-940
- ✓Berücksichtigen Sie die Kühlung kritischer Phasen: Flüssigstickstoff (77 K) reduziert das thermische Geräusch um den Faktor 1,94 im Vergleich zur Raumtemperatur
Häufige Fehler
- ✗Ignorieren von thermischem Rauschen in hochohmigen Schaltungen — eine Quellenimpedanz von 1 Mohm erzeugt 128 nV/sqrt (Hz), wobei häufig das Operationsverstärkerrauschen dominiert
- ✗Unter der Annahme, dass alle Geräuschquellen gleich sind, haben Wärme-, Schuss- und Flickerrauschen unterschiedliche spektrale Eigenschaften gemäß dem „Data Conversion Handbook“ von Kester
- ✗Ohne Berücksichtigung der Temperatur: Der Betrieb bei 85 °C erhöht den Geräuschpegel um 7% im Vergleich zu einem Verhältnis von 25 °C pro Quadratmeter (T)
- ✗Bandbreite übersehen: Die Halbierung der Bandbreite reduziert das RMS-Rauschen um den Faktor 1,41 (sqrt (2))
Häufig gestellte Fragen
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