Rechner für das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR)
Berechnen Sie SNR, Grundrauschen, Empfindlichkeit und Dynamikbereich für HF-Empfänger und Signalketten
Formel
Referenz: Friis, 'Noise Figures of Radio Receivers', Proc. IRE, 1944
Wie es funktioniert
Der SNR-Rechner berechnet das Signal-Rausch-Verhältnis und die Geräuschuntergrenze des Empfängers — unverzichtbar für die Budgetanalyse von HF-Verbindungen, das Design von Radarsystemen und die Planung drahtloser Kommunikation. HF-Techniker, Architekten für Funksysteme und Testtechniker verwenden dies, um die Empfindlichkeit des Empfängers zu ermitteln und die Kommunikationsreichweite vorherzusagen. Gemäß dem Kanalkapazitätstheorem von Shannon (1948) begrenzt SNR direkt die maximale Datenrate: Eine Verbesserung des SNR-Werts um 10 dB verdoppelt den erreichbaren Durchsatz. Das thermische Grundrauschen folgt N = kTB, wobei k = 1,380649e-23 J/K (exakte SI-Konstante der Boltzmann-Konstante von 2019), T = absolute Temperatur und B = Bandbreite ist. Bei einer Referenztemperatur von 290 K liegt die thermische Rauschdichte bei -174 dBm/Hz — die grundlegende Grenze für jeden Empfänger. Moderne LTE-Empfänger erreichen Rauschwerte von 6-8 dB, während Satelliten-LNBs 0,5-1,0 dB erreichen. Laut Proakis „Digital Communications“ (5. Aufl., Kap. 5) reduziert eine Verbesserung des SNR um 3 dB die Bitfehlerrate bei der QPSK-Modulation um etwa eine Größenordnung.
Bearbeitetes Beispiel
Ein 5G-NR-Basisstationsempfänger arbeitet bei 3,5 GHz mit einer Bandbreite von 100 MHz und einer Rauschzahl von 5 dB. Berechnen Sie das Grundrauschen und den erforderlichen Signalpegel für 20 dB SNR. Schritt 1: Thermisches Rauschen = -174 + 10*log10 (100e6) = -174 + 80 = -94 dBm. Schritt 2: Effektives Grundrauschen = -94 + 5 dB NF = -89 dBm. Schritt 3: Erforderliches Signal = -89 + 20 = -69 dBm für 20 dB SNR. Dies entspricht den 3GPP TS 38.104-Referenzempfindlichkeitsanforderungen für NR FR1. Bei diesem SNR erreicht 64-QAM einen BER < 1e-6 ohne Codierung und ermöglicht so einen Durchsatz von 150 Mbit/s pro 100-MHz-Kanal gemäß Proakis-Tabelle 5.3.
Praktische Tipps
- ✓Gemäß IEEE 1139-2008: Messen Sie den Rauschwert immer bei einer Referenztemperatur von 290 K für vergleichbare Spezifikationen
- ✓Verwenden Sie geräuscharme Verstärker mit NF < 1 dB für Satelliten- und Radioastronomieanwendungen gemäß ITU-R SA.509
- ✓Hinzufügen einer Implementierungsmarge von 3-6 dB, die über der theoretischen Empfindlichkeit für Produktionsschwankungen liegt (branchenübliche Praxis)
Häufige Fehler
- ✗Verwendung der Raumtemperatur (300 K) anstelle der IEEE-Standardreferenz 290 K — verursacht einen Fehler von 0,15 dB bei der Geräuschberechnung
- ✗Vernachlässigung der Rauschzahl bei der Berechnung der Empfindlichkeit — ein NF von 6 dB verschlechtert die Empfindlichkeit um genau 6 dB
- ✗Ignorieren von Kabel- und Steckerverlusten vor LNA — 1 dB Verlust vor einem 2-dB-NF-LNA erhöht den System-NF auf 2,8 dB gemäß der Friis-Formel
Häufig gestellte Fragen
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